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Der Schmutz (Futterreste,
Koi-Ausscheidungen, Schwebstoffe etc.) sollte möglichst aus dem Teich entfernt
werden. Das wird mit einer ausreichend dimensionierten Filteranlage von ca.15%
des Gesamtvolumens als Mindestanforderung gewährleistet. Ideal wären 20
-30%.
Ebenso wichtig ist ein Skimmer. Dieser holt Blätter,
abgestorbene Algen oder Pflanzenmaterial und auch Blütenstaub aus dem Wasser
raus, bevor es zum Teichboden sinken kann, um dann das Teichwasser zu
belasten.
Die Aufgaben eines Teichfilters sind wie
folgt verteilt:
1. Die mechanische Filterung:
Der im Wasser
schwebende und auf dem Teichgrund liegende Schmutz muss raus.
Hierfür wird
ein Vorfilter benötigt, der den groben Schmutz zurückbehält. Dieser Vorfilter
sollte auf jeden Fall eine genügende Grobabscheidung haben, wie z.B. eine
große Absetzkammer oder ein nicht
zu kleiner Vortex in Kombination mit einem Siebfilter.
Wichtig ist: Das in den letzten Teil, der biologischen
Filterkammer so wenig wie möglich
Schmutz gelangt, der die Bakterien in Ihrer Funktion einschränkt
2. die biologische Filterung:
Die Fischausscheidungen werden in für den Koi ungiftige
Substanzen umgewandelt. Das heißt: Organisches Material wird von Bakterien und
Einzellern gefressen. Für die biologische Filterung gibt es unterschiedliche
Systeme auf dem Markt oder man baut sich den Filter selbst. Der Filter sollte
mit porenreichen Kontaktmaterialien wie Filtermatten, PVC-Granulat, Keramik-Filtermaterial, Natursteinen wie Lava usw. ausgestattet
werden. Wichtig ist: Es sollte die Ansiedelung und das Wachstum von Bakterien
anregen. Diese bakterielle Verarbeitung erfordert viel Sauerstoff, bei
Sauerstoffmangel wird die Geschwindigkeit, in der die Stoffe zersetzt werden,
verlangsamt. Im schlimmsten Fall wird der Vorgang umgekehrt und Reduktion
tritt auf.
3. die chemische Filterung:
Organisches Material wird von Zeolith, Bentonit,
Kunstharze in
Ionenaustauschern etc. absorbiert.

Wichtige
Punkte zum Teichfilter
Zu kleine Filter müssen meistens täglich gereinigt werden, was natürlich zur
Folge hat, dass die Filterbakterien bei jeder Filterreinigung
absterben. In zu kleinen Filteranlagen besteht
auch das Problem, dass die Filtermaterialen für
die
Bakterienansiedlung und Schmutzfang meist ein und die selben sind. Das Teichwasser
sich viel zu kurz in der Filteranlage aufhält,
um effektiv von den nützlichen Bakterien aufbereitet zu
werden.
Deshalb muss
das Wasser
eine gewisse Zeit in der Filteranlage bleiben/verweilen, um den Filterbakterien eine
ausreichende Zeit zur Wasseraufbereitung zu geben.
Hier spricht man
von einer
Verweilzeit.
Die optimale Verweilzeit des Wassers im einem Filter
beträgt zwischen 8 und 12 Minuten.
Das
läßt sich wie folgt berechnen:
Verweilzeit
(in min) = Volumen der Filteranlage(m³), geteilt
durch
Durchflussgeschwindigkeit (m³/h)*60 (min)
z.B.
Die Teichpumpe fördert 10.000
L/h (lt. Hersteller) also ca. 9 m³/h
Die
Filteranlage hat ein Volumen von ca. :
1,3m³
1,3
m³ / 9 m³/h = 0,144 h
Verweilzeit : 0.14
h * 60 = 8,66 Minuten (das sollte als Mindestanforderung gesehen werden)
Fazit:
Die Größe der
Filteranlage muss immer auf das Volumen des Teiches und der Pumpenleistung
bezogen werden. Das Wasser aus dem Teich sollte ca. alle zwei Stunden
durch den Filter laufen. Hier nach richtet sich die Leistung der Pumpe
und die Größe des Filters. Auch die Durchmesser der Rohre bzw. der Schläuche
sollten beachtet werden. Zu kleine Rohrleitungen oder Schläuche lassen nicht genügend
Wasser durch und somit ist eine ausreichende Umwälzung nicht mehr gewährleistet.
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